Mit diesen 10 Tipps schreibst du sofort bessere Texte

Mit diesen 10 Tipps schreibst du sofort bessere Texte

Gute Texte sind wichtig! Möchtest du überzeugendes Marketing für dein Fitnessstudios oder als Trainer machen, kommst du ums Schreiben nicht drumherum. Für Social Media brauchst du Bildunterschriften, für deine Flyer kurze und knackige Infos und für deinen Blog informative Beiträge. Die Welt des (Online) Marketings für Sportunternehmen ist inzwischen unglaublich vielfältig. Hier zählt nicht nur der Inhalt und dein Know-How, sondern auch, wie du es verpackst. Doch wie kannst du als Trainer oder Studioinhaberin gute Texte schreiben? Hier zeige ich dir, wie du sofort bessere Texte für dein Sportbusiness schreibst.

1. Schreib erstmal aller runter

„A journey of a thousand miles begins with a single step”. Wenn du aus dem Sportbereich kommst, weißt du, dass der erste Schritt meistens der schwierigste ist. Die Überwindung, etwas zu tun, ist weitaus anstrengender, als es dann tatsächlich durchzuziehen und das Gefühl im Anschluss unbeschreiblich. Genauso verhält es sich mit dem Schreiben: Du musst einfach anfangen. Der erste Satz ist der schwierigste.

Okay, ich weiß, was du jetzt sagen willst. Nur weil ich mich hinsetzte und meine Motivation zum Schreiben gefunden habe, klingt mein Text trotzdem nicht überzeugend. Das stimmt! Aber darum geht es auch gar nicht. Der erste Entwurf ist immer sch… schlecht. Wusstest du, dass Reden für Politiker wochenlang verbessert werden, dass Autoren ihr gesamtes Buch unzählige Male überarbeiten und überarbeiten lassen oder dass jeder freiberufliche Texter oder Texterin zwei- bis dreimal so lange braucht, um den Text zu verschönern, wie um ihn zu schreiben?

Also: Schreib erstmal und überarbeite deinen Text dann. So schaffst du es, richtig gute Texte für Fitness- und Sportthemen zu schreiben.

2. Lass es fließen

Der zweite Tipp ist eng verwandt mit dem ersten. Bei deinem ersten Entwurf solltest du dir keine Gedanken über die richtige Wortwahl, über Grammatik und Regeln und schon gar nicht über Konventionen machen. Das hindert deinen Schreibfluss nur. Schreib alles runter, wie es dir einfällt. Deinen ersten Entwurf wird keiner sehen, du kannst also in die Tasten hauen oder den Stift schwingen und alles rauslassen.

Tipp zwei kannst du auch wieder mit deinem Alltag als Trainerin vergleichen: Möchte ein Kunde tanzen lernen, muss er auch einfach anfangen. Der allererste Deadlift sieht bei niemandem schön aus. Skifahren lernt man auch nur, indem man sich richtig blöd anstellt. Und in der ersten Yogastunde ist man immer die Person, die genau in die andere Richtung schaut, wie alle anderen.

3. Überarbeite deinen (Fitness-) Text so oft du willst

Super, du hast deinen ersten Entwurf einer Social Media Caption, eines Blogbeitrags oder deines eBooks geschrieben. Jetzt ist es wichtig, dass du hier nicht stehenbleibst. Denn hast du Tipp eins und zwei beherzigt, würdest du jetzt wahrscheinlich Gefahr laufen, als absoluter Vollidiot abgestempelt zu werden, wenn du ihn so veröffentlichst. Es geht also ans Überarbeiten. Das kannst du so lange machen, bis du zufrieden bist. Was du beim Editieren beachten solltest, erfährst du in den folgenden Tipps. Übrigens: Editieren kannst du selbst oder du suchst dir jemanden, der diese Arbeit für dich übernimmt.

4. Fokus auf die Kunden

Um als Trainer gute Texte zu schreiben, solltest du immer deinen Kunden in den Mittelpunkt stellen. Dein Kunde möchte gesehen werden und das Gefühl haben, dass du mit ihm oder ihr persönlich sprichst.  Das gilt natürlich auch für Sportstudios, Tanz- oder Alpinschulen, Kletterhallen oder Sportartikelhersteller. Geht auf eure Kundinnen ein!

Wie machst du das, fragst du dich? Stelle dir vor, ihr trefft euch auf einen Kaffee. Da würdest du (hoffentlich) nicht die ganze Zeit nur über dich reden, sondern Tipps zu Herausforderungen und Problemen geben, Mut machen und motivieren. Genau das kannst du auch mit deinen Texten rund um Sport machen. Spreche deine Leser direkt an, biete ihnen Hilfe an und schreibe über Themen, die für sie interessant sind. Du kannst diesen Abschnitt als Beispiel nehmen.

Du möchtest ein Beispiel, wie du es nicht machen solltest? „Ich beschreibe jetzt, wie man das nicht macht. Ich erzähle ganz viel über mich und zeige, wie toll ich bin. Wenn ich Texte schreibe, höre ich entspannte Musik und mache es mir mit einem Kaffee gemütlich. Man sollte eigentlich auf den Kunden eingehen und ihm Hilfe anbieten, das mache ich aber nicht so. Schließlich habe ich ganz viele Ausbildungen und weiß, wie man es besser macht. Hier findet der Leser ein Beispiel von mir, wie ich am besten einen Text schreibe, der Kunden nicht interessieren wird. Kunden werden sich nicht angesprochen fühlen, da ich nur von mir rede und nicht auf ihre Probleme eingehe. Der Leser wird sich auch nicht angesprochen fühlen, da ich sehr allgemein schreibe und ‚man‘ und ‚der Leser‘ verwende und ihn nicht direkt anspreche.“

5. Dinge beim Namen nennen

Beim Überarbeiten deines Textes solltest du zwei weitere Dinge überprüfen: Verwendest du geläufige Begriffe für das, was du sagen möchtest? Sind Fachwörter oder Branchenjargon dabei, die dein Kunde nicht verstehen wird?

Zu der ersten Frage: Wenn du Kunden ermutigen möchtest, sich zu deinem Newsletter anzumelden, dann schreibe das doch so. Wahrscheinlich wirst du auch schon die Idee gehabt haben, besonders kreativ oder lustig zu sein und deinen Newsletter „elektronische Motivationspost“, „wöchentliche Trainingsinspiration“ oder „regelmäßiger Arschtritt auf elektronischem Wege“ zu nennen 😊 Das ist cool, aber leider meist verwirrend für deine Kunden. Verwende stattdessen lieben geläufige und typische Wörter. Deine Kreativität und Persönlichkeit kannst du natürlich trotzdem zeigen. Mit deinem Schreibstil, deinem Inhalt und deiner Sprache kommt dies sogar besser rüber als mit geflügelten Wörtern.

Das gilt selbstverständlich auch für Fachwörter. Gerade in der Sportbranche ist es typisch, anatomische oder medizinische Fachbegriffe zu verwenden. Das kannst du gerne tun, wenn du für andere Trainer oder ein Fachpublikum schreibst. Wenn du allerdings für deine Studio Mitglieder oder Personal Trainings Kunden schreibst, verwende Wörter, die sie nicht googeln müssen.

6. Wortwiederholungen checken

Im nächsten Schritt deines Überarbeitungs-Prozesses checkst du Wortwiederholungen. Kommt dasselbe Nomen in einem Satz doppelt vor, ersetze es. Kommt ein Adjektiv oder ein Verb in einem Abschnitt doppelt vor, suche nach einem Synonym. Dafür kannst du zum Beispiel dieses Synonym Wörterbuch verwenden oder du googelst einfach dein Wort und Synonym. Aufeinanderfolgende Sätze änderst du so, dass diese immer mit einem anderen Wort beginnen. Das Gleiche gilt auch für einzelne Abschnitte. Diese sollten auch immer anders beginnen. Der Schritt geht ziemlich schnell, verändert aber viel an deinem Text.

7. Aktiv schreiben

Wir Sportler schreiben aktiv 😉 Halte also deine Kniebeuge während du tippst. Kleiner Spaß! Um Texte zu schreiben, die deine Kunden berühren, formulierst du am besten aktiv. Wie geht das? Ein Beispiel: „Du machst 10 Kniebeugen“, anstatt „die Kniebeugen werden zehnmal wiederholt.“ Aktive Verben, statt passive. Auch Wörter wie sollen, können etc. schwächen die Wirkung von dem, was du schreibst, ab. „Du solltest diese also nicht so oft verwenden“ wirkt weniger klar und auffordernd, als „Verwende diese also nicht so oft“.

8. Unnötige Wörter streichen

Nun geht es an die letzte Editier-Runde. Hier fängst du mit deinem Text ganz von vorne an und streichst alle unnötigen Wörter raus. Wir üben das gleich mal gemeinsam:

In unserem Fitnesstudio können sich eigentlich alle Mitglieder ziemlich wohlfühlen. Unser eigenes Team besteht aus ungefähr 5 gut ausgebildeten Trainerinnern und Trainern. Wir hoffen nun abschließend, dass Sie in Zukunft sehr viel Spaß bei uns im Studio haben werden.“

Welche Wörter würdest du streichen? Hier ein kleiner Vorschlag für dich:

„In unserem Fitnesstudio fühlen sich alle wohl. Unser Team besteht aus 5 professionellen Trainerinnen und Trainern. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei uns!“

9. Einen Hook für deine Einleitung

Jetzt bist du fast fertig. Hast du die einzelnen Tipps bei deinen Überarbeitungs-Runden beherzigt, brauchst du nur noch eine spannende Einleitung. Eine gute Einleitung schreibt man am besten immer zum Schluss. Denn so weißt du bereits, über was du in deinem Text schreibst und kannst perfekt darauf eingehen. Die Einleitung sollte Lust auf mehr machen: Bei Instagram sollten deine Follower auf „mehr“ klicken, bei Google deinen Eintrag auswählen und bei einem Blogbeitrag weiterlesen, anstatt nach dem ersten Satz aufzuhören.

Wie du die Einleitung in einen Appetizer verwandelst, ist eine echte Kunst. Mache deine Leser neugierig, stelle eine Frage, verwende eine kleine Anekdote aus deinem Leben, gehe auf ein bekanntes Zitat oder aktuelle Nachrichten ein (sei hier vorsichtig und nimm nichts Sensibles, das geht schnell nach hinten los und du bekommst Aufmerksamkeit, die du nicht willst).

10. Übung macht den Meister

Schon bist du beim zehnten Tipp angekommen. Wie beim Sport auch, gilt beim Schreiben für Trainer, Studioinhaberinnen usw.: Üben, üben, üben! Je mehr du schreibst, desto leichter wird es dir fallen und desto besser werden deine Texte. Zum Thema „Besser Schreiben“ gibt es richtig gute Bücher. Empfehlungen dazu folgen!

Natürlich solltest du die Tipps auf deine Situation immer etwas anpassen. Wenn du für eine wissenschaftliche Zeitschrift oder ein anderes Unternehmen schreibst, wirst du z.B. noch eine ganze Reihe anderer Dinge und Vorschriften beachten müssen. Da brauchst du nicht zu kommen mit „aber Sarah hat gesagt…“ 😉 Jetzt will ich von dir hören. Schicke mir deinen Text an info@sarahrodemer.com oder markiere mich @sarahrodemer auf Instagram, Facebook oder LinkedIn, wenn du einen oder mehrere meiner Tipps beherzigt hast.