
Die wichtigsten Marketing Trends 2026
Der Jahreswechsel war in der Marketingwelt bereits turbulent. Neue mysteriöse Instagram Funktionen, das Ende des „Hochglanz-Feeds“, Datenleaks, erneute X Skandale,
Der Jahreswechsel war in der Marketingwelt bereits turbulent. Neue mysteriöse Instagram Funktionen, das Ende des „Hochglanz-Feeds“, Datenleaks, erneute X Skandale, der US TikTok Verkauf und die nachlassende Performance von ChatGPT,… Nur um ein paar der aktuellen Entwicklungen zu benennen. Als Online Marketer wir einem echt nie langweilig! Hinzu kommt der Zunehmende Überdruss in Punkto KI-Texte und Social Media im Allgemeinen. Nicht nur in Marketingkreisen, sondern auch in meinem privaten Umfeld fällt mir immer mehr auf, das Menschen noch kritischer gegenüber massenhaft produziertem Content werden, die Nutzung von Social Media leicht zurückgeht und das Vertrauen in Online-Aktivitäten (sei es Events, Informationen einholen, Empfehlungen von Influencern,…) immer weiter geschwächt wird. Deswegen wird es Zeit für meine Jahresprognose 2026. Ich habe recherchiert, Kolleg*innen befragt und meine persönliche Erfahrung herangezogen, um dir hier die Marketing Trends 2026 präsentieren zu können. Lass uns loslegen!
Der Hochglanz Feed ist Geschichte. Wir wollen (auch „dank“ KI) keine extrem retuschierten Menschen und perfekte Locations mehr sehen. Fehlerfreiheit und Inhalte ohne Ecken und Kanten sind im Jahr 2026 langweilig und deutet auf KI-Content hin. Stattdessen wollen wir echte Inhalte, von Menschen geschrieben. Experimenteller Content, Storytelling und Authentizität sind daher das A und O im Marketing 2026. Persönliche Erfahrungen, Geschichten aus dem eigenen Leben, Meinungen und längere, tiefgreifendere Inhalte sind alles Zeichen für menschlichen Content. Also: Scheue dich 2026 nicht, Persönlichkeit zu zeigen und auch mal „unperfekt“ vor die Kamera zu treten.
KI ist schon fast kein Hype mehr, sondern im Alltag von Unternehmen und Privatpersonen angekommen. 80 Prozent der Unternehmen nutzen Künstliche Intelligenz bereits. Vor allem für Text, Recherche, Visuals und Datenanalyse. 98 Prozent sehen darin eine Chance, Prozesse zu beschleunigen und die Produktivität zu steigern. Auch von Marketern wird KI sehr gerne genutzt, um die eigene Arbeit zu erleichtern und zu unterstützen.
Allerdings: Auch wenn wir nicht mehr auf KI als persönlichen Assistenten verzichten wollen, werden wir immer KI-verdrossener. Viele von uns erkennen bereits im ersten Satz, ob ein Text KI-geschrieben ist und haben dann schon gar keine Lust mehr, ihn zu lesen. Der LinkedIn Feed ist inzwischen zum Beispiel ein einziger „Slop“ und KI-Influencer auf Instagram werden immer größer. Doch es geht nicht nur mir so, diese Inhalte überhaupt nicht sehen zu wollen. Hier fehlt die Kreativität, Menschlichkeit, Nahbarkeit und Verbindung.
2026 wird meiner Meinung nach also ein Jahr, in dem wir die Balance aus Effizienzsteigerung dank KI und Menschlichkeit finden müssen. Im Marketing, wie auch im Alltag. Dieser Prozess wird denke ich nicht mit Ende des Jahres abgeschlossen sein, sondern sich auch die nächsten Jahre über noch fortsetzen.
„SEO ist tot“. Wie oft wurde den armen drei Buchstaben schon das Ende verkündet. Ist es jetzt wirklich so weit? Nein! Natürlich hat KI ganz entscheidende Auswirkungen auf unser Sachverhalten. Trotzdem hat SEO nicht ausgedient, es verändert sich nur wieder einmal. Aber das sind wir Marketer ja schon gewöhnt 😉
Zwei Marketing Trends 2026 im Search-Bereich sind vor allem GEO und Social Search. Auf diese zwei Bereiche gehen wir hier näher ein und ich habe dir auch ein paar ganz konkrete Tipps mitgebracht.
TikTok, Instagram und YouTube entwickeln sich 2026 für junge Zielgruppen zur wichtigsten Suchmaschine. Fragen wie „How do I…?“, Produktvergleiche oder konkrete Problemlösungen werden immer seltener bei Google eingegeben und stattdessen direkt auf Social Media gesucht.
Das Ergebnis: Google verliert für diese Zielgruppe an Relevanz.
Gleichzeitig wird es für Unternehmen immer wichtiger, sich aktiv mit Social Search und Social SEO zu beschäftigen.
Wenn du Social Media sinnvoll in dein Suchmaschinenmarketing integrieren willst, helfen dir diese Ansätze:
Recherchiere relevante Suchbegriffe direkt in der TikTok- oder Instagram-App. Zum Beispiel über Auto-Suggest. Achte darauf, dass diese Keywords konsequent in deinen Inhalten auftauchen: Captions, On-Screen-Texte, gesprochene Inhalte und Alt-Texte.
So erhöhst du deine Sichtbarkeit genau dort, wo gesucht wird.
Instagram testet mit Your Algorithm ein Feature, mit dem Nutzer*innen aktiv beeinflussen können, welche Inhalte sie sehen möchten. (Wichtig: Aktuell noch nicht in Deutschland verfügbar.) Um vorbereitet zu sein, solltest du unterschiedliche Interessen abdecken und diese in Cluster einteilen.
How-to-Videos, Q&As, Tutorials oder Produktvergleiche funktionieren besonders gut in der Social Search. Wichtig dabei: Die Inhalte sollten visuell klar, leicht konsumierbar und nicht überladen. So steigen die Chancen, dass deine Inhalte gespeichert, geteilt und wiedergefunden werden.
Lass Mitarbeitende über ihre eigenen Profile Einblicke in den Arbeitsalltag geben. Behind-the-Scenes-Content schafft Vertrauen, erhöht die Reichweite und macht dein Unternehmen greifbarer.
2024 und Anfang 2025 war sie wieder überall zu lesen: die These, dass SEO tot sei.
Diesmal klang sie glaubwürdiger als zuvor. Denn mit KI-basierter Suche über ChatGPT, AI Overviews oder Perplexity haben viele Marketing-Teams ernsthaft hinterfragt, ob klassische SEO-Maßnahmen überhaupt noch Wirkung zeigen.
Vor allem Unternehmen, die stark von generischem SEO-Traffic abhängig waren, haben deutliche Verluste gespürt und diese Erfahrungen lautstark auf LinkedIn und X geteilt. Dadurch entstand schnell der Eindruck, die gesamte Branche stecke in der Krise.
Was dabei oft übersehen wurde: Viele andere erzielen weiterhin sehr gute Ergebnisse. Nischenblogs funktionieren nach wie vor. Und zwar besonders dann, wenn sie auf echte Erfahrungen, Meinungen und konkrete Anwendungsfälle setzen.
Und dabei ganz wichtig: KI-Suchsysteme wie ChatGPT oder Perplexity greifen bevorzugt auf Blogartikel von realen Menschen zurück. Inhalte mit Expertise, nachvollziehbarer Perspektive und Mehrwert werden häufiger in klassischen Suchergebnissen als auch in KI-Antworten zitiert. SEO und Blogs sind also nicht tot! Mal wieder nicht 😉
Zusätzlich kommt allerdings GEO ins Spiel. Es geht darum, Inhalte so aufzubereiten, dass sie nicht nur für Suchmaschinen, sondern auch für generative KI-Systeme relevant, verständlich und zitierfähig sind. Dieser Bereich ist ganz neu (sogar so neu, dass wir uns noch nicht auf ein allgemeingültiges Wort geeinigt haben und GEO erstmal ein Arbeitstitel ist). Es gibt also bereits Ansätze, wie GEO funktioniert, 100% wissen tut das allerdings bisher keiner. Lass dir also nichts verkaufen!
Auch die Art der Inhalte verändert sich. Statt breiter Top-of-Funnel-Themen wie „Was ist ein CRM?“ gewinnen spezifische, entscheidungsnahe Inhalte an Bedeutung, zum Beispiel:
Diese Inhalte sind stärker Long-Tail-orientiert, klar auf eine Zielgruppe zugeschnitten und deutlich näher an der Kaufentscheidung.
Deine Inhalte sollten also:
GEO hilft dabei, genau diese Anforderungen zu erfüllen. Es verbindet klassisches SEO mit Content-Strategien, die auf KI-Sichtbarkeit, Zitierfähigkeit und Vertrauensaufbau einzahlen.
Politik hält leider immer weiter Einzug auf Social Media. Aus den USA sehen wir, wie ganze Plattformen sich einer Strömung verschreiben und sich Zensur und Algorithmen dahingehend anpassen. Einen komplett freien Raum mit verschiedenen Meinungen und Stimmungsbildern zu haben, wird im Netz also immer schwieriger. Leider ist dies kein positiver Trend und ändert auch nicht viel an unseren Marketing-Bemühungen. Trotzdem finde ich diese Entwicklung sehr spannend, da sie das Umfeld unseres Marketings verändert. Zusätzlich wird es in Zukunft immer wichtiger zu hinterfragen, mit welchen Plattformen wir als Unternehmen überhaupt assoziiert werden wollen.
Kommen wir wieder zu einer fröhlicheren Entwicklung. Social-Media-Shopping, also Social Commerce, wird zunehmend Teil unseres Alltags. Es verbindet Unterhaltung, Community und Kaufabschluss, wie früher Teleshopping, auf einer einzigen Plattform. Produkte lassen sich direkt aus Videos oder Livestreams kaufen, ohne die App verlassen zu müssen.
Dadurch wird der Kaufprozess deutlich kürzer und kompakter. Inspiration, Information und Abschluss finden an einem Ort statt. Nutzer*innen sehen ein Produkt im Feed, erhalten sofort Feedback durch Likes oder Bewertungen und können ohne Umwege kaufen. Diese durchgängige Nutzer*innenerfahrung senkt die Hemmschwelle und führt häufiger zu spontanen, emotionalen Käufen.
Der offizielle Start des TikTok Shops in Deutschland am 31. März 2025 war hier ein Meilenstein. Laut dem Tagesspiegel hat bereits jeder zehnte Online-Shopper in Deutschland dort eingekauft. Gleichzeitig sind viele Menschen in Deutschland noch zurückhaltend, wenn es darum geht, Zahlungsdaten direkt bei TikTok zu hinterlegen. Bisher zeigen sich besonders gute Verkäufe bei Produkten, die zur TikTok-Nutzung passen und einen durchschnittlichen Warenkorbwert zwischen 20 und 50 Euro haben.
Neben diesen allgemeineren Entwicklungen im Marketing, darf bei den Marketing Trends 2026 natürlich der Blick auf die Kanäle mit dem größten Potential für das kommende Jahr nicht fehlen. So hatte Reddit zum Beispiel im Jahr 2024 mit Social Search und 2025 dann mit LLMO, auch GEO, seinen Durchbruch, da die Inhalte von Reddit für das Training der KIs und die Sichtbarkeit von Marken in der KI eine große Rolle spielen.
Neben Reddit ist Substack eine weitere „Emerging Platform“. Ob Substack ein weiterer Social-Media-Kanal oder ein Content-Management-System (CMS) ist, können wir ja noch an anderer Stelle diskutieren. Sicher ist, dass Substack in den vergangenen Monaten eine große Erfolgsstory geschrieben hat. Die aktuellen Entwicklungen erinnern an die gute alte Zeit, als Blogs ihren Siegeszug hatten und das CMS WordPress groß wurde.
Substack ist eine „Creator-based Platform“. Es verbindet Social-Media-Aspekte sowie auch Publishing-Funktionalitäten. Also im so etwas wie eine Neuerfindung von Blogs, Newslettern, der Plattform X (als es noch gut war und Twitter hieß) und einer Prise LinkedIn.
Autor*innen beziehungsweise Creator nutzen Substack auch wegen der integrierten Monetarisierungsfunktionen. Für GEO spielt Substack ebenfalls eine Rolle, weil hier einzigartiger, meist qualitativ hochwertiger Content publiziert wird.
Videopodcasts, Long Form, Livestreams: YouTube bietet das beste Umfeld für einige der Marketing Trends 2026. Während viele Social-Kanäle immer kurzlebiger, schneller und austauschbarer werden, punktet YouTube genau mit dem Gegenteil: Long-Form-Content, Kontext und nachhaltiger Auffindbarkeit.
Ein weiterer großer Vorteil: YouTube ist Suchmaschine und Social-Plattform zugleich. Inhalte werden nicht nur im Feed ausgespielt, sondern aktiv gesucht, sowohl direkt auf YouTube als auch über Google oder KI-Systeme. Gut strukturierte Videos mit klarer Positionierung, menschlichen Erfahrungen und nachvollziehbaren Argumenten haben 2026 beste Chancen, langfristig Reichweite aufzubauen. Damit wird YouTube auch im Kontext von Social Search und GEO immer relevanter.
Besonders stark entwickeln sich:
Dieses Jahr steht im Zeichen der Lives. Ob Liveshopping, Live Podcasts, Live Q&As oder ein klassischer „Laberstream“. Dieses Format wird 2026 der absolute Gewinner sein. Schaut man sich die gesellschaftlichen Entwicklungen und meine hier beschriebenen Marketingtrends an, macht das auch sehr viel Sinn. Wir sehnen uns nach Authentizität, Verbindung, Nahbarkeit und Menschlichkeit. Und wenn wir das auf die Onlinewelt übertragen, landen wir bei Livestreams. Lives sind daher inzwischen nicht mehr nur ein Format, sondern ein ernstzunehmender eigenen Kanal, egal auf welcher Plattform.
Das waren sie, meine Marketing Trends 2026. Welche Trends sieht du kommen? Was habe ich vergessen? Und welche Trends hättest du lieber nicht? Schreib mir und lass uns diskutieren!
Online Marketing Expertin für deinen erfolgreichen Unternehmensauftritt mit Strategie & Sympathie.
Verpasse keine News mehr. In meinem Newsletter erfährst du als erstes von neuen Blog Beiträgen. aber auch von Dingen, die mich motivieren und inspirieren.

Der Jahreswechsel war in der Marketingwelt bereits turbulent. Neue mysteriöse Instagram Funktionen, das Ende des „Hochglanz-Feeds“, Datenleaks, erneute X Skandale,
Nachdem mein Beitrag „Was du von Emily in Paris über Marketing lernen kannst“ so viel Anklang gefunden hat, machen wir

Online Marketing ist kreativ, schnelllebig und ständig im Wandel. So viel ist klar. Doch es gibt auch eine analytische, datengetriebene
Du sitzt vor deinem Newsletter und dir fällt einfach keine gute Betreffzeile ein? Deine Willkommensmail soll aus dem üblichen „Schön, dass du da bist“-Einheitsbrei herausstechen? Oder du möchtest deine Warenkorbabbrecher zurückgewinnen?
Dann hole dir hier die 200+ Inspirationen für richtig gute Betreffzeilen.
Sarah Rodemer
Werbetexterin
info@sarahrodemer.com
Zellerburgstr. 4
6330 Kufstein I Österreich
Copyright 2023 – Sarah Rodemer | Webdesign mit ♡ by.evazim